Anrainerparken der GMS
Es ist der "Größt Mögliche Schwachsinn", der nun mit dem Wettlauf der Bezirkspolitiker nach dem Copyright für das privilegierte Anrainerparken als Lösung für den ruhenden Verkehr angeboten wird. Insbesondere, wo es von der Wiener Stadtregierung mit dem Fleckerlteppich des Parkpickerls verbunden ist.

Öffentliches Gut dem Egoismus einzelner zu opfern ist der Beginn der Auflösung eines solidarischen Staats- und Gemeindewesens. Werden in Hinkunft auch Jugendspielplätze in Parks für bestimmte ethnische Gruppen oder – warum eigentlich nicht – Spitalsbetten für Patienten umliegender Straßenzüge, reserviert?

Zuerst waren es 10 Prozent der Stellplätze, die für die Anrainer frei gehalten werden sollten. Jetzt geht es schon um 20 Prozent, wenn Überparkung festgestellt wird . Warum nicht gleich alle Plätze an die Anrainer vergeben, welche davon sind denn gleicher als die anderen?

Das macht nur für jene fundamentalistischen grünen Autogegner Sinn, die alle Kfz's abschaffen wollen. Denn eine Überparkung gibt es in vielen Gegenden von Wien. Dann kann man ein Kfz nur mehr kaufen und im Nahbereich abstellen. Hinfahren kann man lediglich zu Einkaufszentren, denn die halten Parkplätze vor. Das ist der Untergang für die Nahversorger, die zusperren müssen wenn sie nur mehr einen fußläufigen Einzugsbereich haben. Dazu gehören auch Dienstleister wie Ärzte, Kindergärten, soziale und medizinische Einrichtungen etc., die dann nicht mehr angefahren werden können.

Vielmehr müssen hingegen private Kfz wieder in privaten Garagenplätzen unterkommen. Die können kostengünstig sein, wenn das Geld aus der Parkraumbewirtschaftung in den Bau dieser Garagen investiert wird und nicht in die Umverteilung der Rot/Grünen Stadtregierung fließt. Im laufenden Budget wären das mehr als 200 Millionen Euro.

Letztlich sind alle diese geplanten Maßnahmen der Ausdruck der Hilf- und Mutlosigkeit der Stadtregierung eine generelle Lösung für ganz Wien zu treffen durch die alle Wiener Kfz-Besitzer gleich behandelt werden. Das würde das Ziel der Parkraumbewirtschaftung tatsächlich ermöglichen, brächte mehr Geld ein und wäre dennoch für den einzelnen billiger. Der Bezirkspopulismus bringt jedenfalls alles das nicht.

Kommentar ...
Zurück